Rute

30. Mai 2016 By Roman

Rute

Die Rute ist mehr als nur der Schwanz des Hundes – sie hat vielfältige Funktionen

Die Rute ist der kynologisch (Kynologie ist die Wissenschaft des Hunds) korrekte Begriff für den Schwanz des Hundes. Dieser kann vollkommen verschiedene Längen und Formen für verschiedene Hunderasse annehmen. So ist die Rute des Barsois, also dem Russischen Wolfshund, einer Feder ähnlich, also lang mit abstehendem Schweif. Andererseits gibt es Hunderassen, wie den Corgi Pembroke, der ab Geburt nur eine kleinere verstümmelte Rute aufweist.

Die Rute ist für den Hund ein wichtiges Instrument, welches besonders für seine Balance hilfreich ist.

Bei den teilweise sehr hektischen Körperbewegungen eines Hunds, wie bspw. hohen Sprüngen, schnellem Beschleunigen oder Abbremsen, und besonders beim Drehen benutzen die Tiere die Rute als zusätzliches Steuerelement. Beim Abspringen halten die Hunde die Rute tief und ziehen sie im Sprung nach oben, um die Bewegung zu verstärken. Auf dem höchsten Punkt in der Luft kann der Hund seinen Körperschwerpunkt wiederum so stabilisieren, dass er  über das Hindernis hinweg springen kann. Beim Aufsetzen auf dem Boden reagiert die Rute schnell und unterstützt eine gute Landung, auch wenn der Hund nicht perfekt ausgeglichen landet. Hunde ohne eine solch lang Rute, bspw. Tiere die kupiert wurden, können dennoch auch springen, müssen aber auf die Rute als zusätzliches Steuerelement und Gegengewicht verzichten.

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Schön zu erkennen: Die Rute verändert ihre Lage und wird als Steuerelement im Sprung eingesetzt.

Weiterhin wird die Rute auch beim Schwimmen verwendet. Die Rute wird im Wasser stets ausgestreckt und hilft, eine korrekte Wasserlage zu bewahren. Andererseits ist die Rute vor allem wichtig, um im Wasser die Richtung zu finden. Um zu drehen, schwingt die Rute auf eine andere Seite und erzeugt so die Bewegung in die neue Richtung.

Natürlich ist die Rute auch als klassisches Gegengewicht einem Hebel ähnlich: transportieren Jagdhunde Beute in ihrem Fang, können sie die Rute als Gegengewicht einsetzen.

Schließlich ist die Rute als Kommunikationsmittel bedeutend. Meistens bedeutet eine stark wedelnde Rute, dass der Hund sich freut, oder etwas erwartet. Auch Dankesbezeigungen kommutieren Hunde auf diese Weise. In seltenen Fällen bedeutet die Rute, besonders stark aufgerichtet und nur wenig wedelnd, dass der Hund droht. Andersherum ist eine tief gesenkte Rute, auch kombiniert mit tief gesenktem Kopf, auf einen verängstigten oder demütigen Hund hindeuten.

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